SEO Fehler: Linktausch beim Blog verlinken

Jeder Betreiber eines Blogs oder einer Nischenseite erhält früher oder später eine Anfrage auf den Linktausch zum schnellen und preiswerten Blog verlinken. Dabei ist dies ein großer Fehler, der schnell für eine Strafe seitens der Suchmaschinen führt. Wir erklären hier, weshalb der Link Tausch auf jeden Fall zu vermeiden ist.

Sechs typische Fehler beim Linktausch

Den eigenen Blog möglichst sichtbar zu machen und somit viele Besucher zu erhalten, hängt sowohl von der Qualität der Inhalte aber auch von der Bekanntheit ab. Neben dem Posten einer Vorschau auf den sozialen Netzwerken mit Link auf den eigenen Blog sind es auch heute noch reguläre Suchanfragen bei Google, Bing & Yahoo, die Traffic auf die eigenen Seiten bringen. Die Positionierung in den Suchergebnissen hängt dabei von diversen Faktoren ab. Alleine bei Google sind es über 200 (bekannte) Faktoren, die das Ranking bestimmen. Links von anderen Seiten sind dabei wichtig, jedoch werden gerade hier häufig Fehler gemacht, die genau das Gegenteil bewirken: Die eigene Webseite wird von Google & Co. für diesen Link bestraft. Durch die Penalty erscheinen die eigenen Inhalte deutlich weiter hinten in den Suchergebnissen, wenn überhaupt noch.

Suchmaschinenoptimierung ist ein komplexes Thema. Dabei werden nicht nur von Anfängern Fehler begangen. Auch professionelle SEO Agenturen müssen ihre Strategien und Maßnahmen regelmäßig auf den Prüfstand stellen und gegebenenfalls aktualisieren und korrigieren.

  1. Alle Links auf einer Seite
    Einerseits erhofft man sich, die eigene Webseite durch den Linktausch kostenlos und bequem besser in den Suchmaschinen positionieren zu können. Zugleich sollen die Besucher des Blogs davon aber nichts merken. Vor allem dann nicht, wenn die Links gar nicht relevant zum Blogthema sind (mehr dazu gleich). Das Erstellen einer eigenen Seite, die ausschließlich dem Linktausch dient, ist ein großer Fehler, der sofort von den Suchmaschinen erkannt und bestraft wird. Google verbietet in seinen Richtlinien die Teilnahme an einer Link Exchange. Stehen sämtliche Links jedoch auf einer Seite, ist dies unschwer zu erkennen. Besser ist es, Links über verschiedene Seiten im eigenen Blog zu verteilen. Besonders hochwertige Links kann man auch in der Seitenleiste oder der Fußzeile unterbringen, jedoch sollten hier nur wenige Links auf fremde Seiten verweisen.
  2. Linktausch mit irrelevanten Blogs
    Wie bereits oben erwähnt, verwendet Google über 200 Kriterien zur Bewertung von Inhalten und deren Positionierung in den Suchergebnissen. Die Qualität und Relevanz der Inhalte spielt dabei eine wichtige Rolle. Diese lässt sich automatisiert überprüfen und wird auch von anderen Anbietern, beispielsweise Majestic, für die Kategorisierung von Blogs und Webseiten genutzt.
    Wer nun Links mit anderen Seiten tauscht, die absolut nichts mit den Themen der eigenen Webseite zu tun haben, verschlechtert dadurch die Qualität seiner Inhalte. Das Ergebnis ist eine Abwertung der Seiten durch die Suchmaschinen.
  3. Einseitiger Linktausch
    Vor allem Anfänger freuen sich über das Angebot zum Linkaustausch und nehmen derartige Anfragen sofort an. Schnell wird ein Link auf eine andere Webseite gesetzt und gehofft, nun ebenfalls den versprochenen Backlink zu erhalten. Zwar sind Webmaster mit vielen Aufgaben beschäftigt, aber wer auch nach einigen Tagen nicht den versprochenen Backlink erhalten hat, sollte unbedingt nachfragen und bei ausbleibender Antwort den gesetzten Link auf die andere Seite wieder entfernen.
  4. Irrelevante Ankertexte
    Ein Ankertext “Link hier”, “hier geht es zur Seite” oder einfach nur “Link” ist nicht relevant und unbedingt zu vermeiden. Auch die Inhalte der Ankertexte spielen eine Rolle bei der Bestimmung der Rangliste in den Suchergebnissen. Der Ankertext sollte auf jeden Fall die eigenen Schlüsselwörter oder zumindest den Domainnamen enthalten.
  5. Linktausch nur mit populären Blogs
    Es ist richtig, dass ein Link von einem besonders populären und gut frequentierten Blog dabei helfen kann, die eigenen Seiten weiter oben in den Suchergebnissen zu positionieren. Allerdings ist es nicht natürlich, ausschließlich Links von Seiten mit hohen DS/TS (Majestic) und DA/PA (MOZ) Werten zu erhalten. Viel natürlicher ist es, eine Vielzahl von Links von Webseiten mit ähnlichem Beliebtheitsgrad und nur wenige von sehr populären Blogs und Portalen zu besitzen.
  6. Direkter Linktausch und Dreieckstausch
    Blog A linkt auf Blog B und Blog B setzt einen Link auf Blog A. Siehe Fehler Nummer 1 beim Linktausch – dies widerspricht den Google Richtlinien und wird bestraft. Noch einfach kann man es der Suchmaschine nicht machen, einen direkten Austausch von Backlinks zu erkennen.
    Auch der Dreieckstausch, wie er noch immer in diversen Foren und Facebookgruppen angeboten wird, wird von Google unschwer erkannt und führt zu einer Abwertung der eigenen Webseite. Kriterien, die einen Dreiecksaustausch offenbaren, gibt es reichlich. Hierzu zählen auch die WHOIS-Informationen der beteiligten Domains, deren IP-Adressen sowie die Daten in Google Search Console und Google Analytics. Wer glaubt, er könne mit einem Dreieckstausch die Suchmaschinen austricksen, irrt gewaltig.

Fazit zum Austausch von Links

Linktausch zum Blog verlinken lohnt sich nicht und ist ein Fehler. Der Aufbau von Backlinks, die zu einer Verbesserung der Rankings führen, kostet Zeit und Geld. Der Austausch von Links mit anderen Bloggern mag auf den ersten Blick verlockend sein, ist jedoch ein großer Fehler, der von Google & Co. erkannt und mit einer Verschlechterung der Rankings bestraft wird.

Ein sicherer Linkaufbau auf den eigenen Blog oder Nischenseite ist auch ohne großes Budget möglich. Die meisten Blogs gestatten und wünschen Kommentare. Gibt man hierbei die URL der eigenen Seite an, so erhält man nach Freischaltung des Kommentars direkt einen Link. Häufig sind diese non-follow, erweitern aber somit das Backlinkprofil und lassen dieses natürlich erscheinen. Eine weitere Möglichkeit zum günstigen Linkaufbau sind Beiträge in Foren, diese sind oftmals auch do-follow Links. Beide Methoden sichern die Relevanz und Qualität der Links, sind jedoch mit Zeitaufwand verbunden.